Jugendgruppe der Feuerwehr geht gegen Strahlen- und Ölverseuchung vor
13.07.2008
Bericht und Foto JF-Bamberg
Besondere Brisanz hat die Nachtübung der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg von vergangenem Freitag auf Samstag durch den Unfall in der Vorwoche in einem südfranzösischen Kernkraftwerk erhalten. Strahlenschutz, Ölwehr und Verletztenrettung über Wasser hatte Stadtjugendwart Herbert Stöcklein diesmal auf den Übungsplan gesetzt. Logischerweise waren mit den Nachwuchskräften der ABC-Zug und der Technische Zug im Einsatz. Innerhalb von drei Stunden konnte eine komplette Dekontaminations-Station in Betrieb genommen werden. Ein Messtrupp spürte strahlendes Material auf und barg es. Dieser erste Übungsteil dauerte von 19:00 bis 1:00 Uhr lediglich unterbrochen von einer Brotzeit, die auch noch zum Austausch der gewonnenen Erkenntnisse genutzt wurde. Um 6:00 Uhr ging die Ausbildung weiter. Nach dem Rückbau der Deko-Station sammelten die Jugendlichen praktische Erfahrungen mit dem neuen Abrollbehälter Ölwehr. Das ganze Szenario vom Aufnehmen des Öls aus dem Wasser bis zur Separierung spielten sie durch. Schließlich galt es noch, mittels einer Seilbahn Verletzte übers Wasser hinweg zu retten. Dabei war einmal mehr zu merken, dass der Feuerwehrdienst trotz aller Ernsthaftigkeit großen Spaß bereiten kann. Im Anschluss ans Aufräumen, das natürlich auch dazu gehört, gab es noch ein kräftiges Mittagessen zur Belohnung. Herbert Stöcklein resümierte: Diese Nachtübung war ein tolles Erlebnis, zeigte aber auch dem einen oder anderen , wo seine Leistungsgrenze ist. Ein Fahrdienst brachte die erschöpften Jugendlichen nach Hause.


